Photonova Spectra erhält CE-Kennzeichnung

GE HealthCare hat für sein Photon-Counting-CT Photonova Spectra die CE-Kennzeichnung erhalten. Das System kann nun auch in Europa und weiteren Märkten, die die CE-Kennzeichnung anerkennen, angeboten werden.

Nach der 510(k)-Freigabe durch die US-amerikanische FDA und der regulatorischen Zulassung in Japan kann das System nun auch in Europa und weiteren Märkten, die die CE-Kennzeichnung anerkennen, für Forschung und klinische Anwendungen angeboten werden.

Die technologische Basis von Photonova Spectra ist die von GE HealthCare entwickelte Deep-Silicon-Detektortechnologie. Das System kombiniert Photon-Counting mit Ultra-High-Definition-Bildgebung (UHD), spektraler Bildgebung und einer großen Detektorabdeckung. Die Technologie soll insbesondere die Darstellung feiner Gewebeunterschiede, kleiner Läsionen und vaskulärer Strukturen verbessern. Spektrale Bildinformationen werden grundsätzlich bei jeder Untersuchung erfasst und können bei Bedarf für die weitere Auswertung herangezogen werden.

Eine Besonderheit ist der Einsatz von Silizium als Detektormaterial. Dessen Eigenschaften als Halbleiter ermöglichen eine präzise Messung der Photonenenergie und bilden damit die Grundlage für die spektrale Bildgebung. Sie soll unter anderem eine bessere Differenzierung von Materialien wie Jod, Kalzium und Fett ermöglichen. Photonova Spectra erreicht eine Rotationszeit von 0,23 Sekunden und verfügt über eine Detektorabdeckung von 80 mm. Dies soll schnelle Aufnahmen mit geringen Bewegungsartefakten ermöglichen.Das System ist für ein breites klinisches Einsatzspektrum konzipiert. In der Neurologie sollen beispielsweise kleine anatomische Strukturen sowie die Abgrenzung zwischen grauer und weißer Hirnsubstanz detailliert dargestellt werden können. In der Onkologie sollen die spektralen Informationen die Charakterisierung von Läsionen sowie die Verlaufskontrolle unterstützen. Weitere Einsatzfelder sind die muskuloskelettale und die Thoraxbildgebung. Für kardiologische Untersuchungen kombiniert das System eine große Detektorabdeckung mit UHD- und spektraler Bildgebung, etwa zur Beurteilung von Stents, zur Charakterisierung von Plaques und zur Untersuchung des Myokards.

Eine Herausforderung des Photon-Counting-CT ist die erhebliche Datenmenge. Nach Angaben von GE HealthCare verarbeitet Photonova Spectra bis zu 50-mal mehr Daten als das konventionelle CT-System Revolution Apex Elite. Zur Verarbeitung setzt das System auf eine Accelerated-Computing-Plattform von NVIDIA sowie auf CUDA-optimierte Rekonstruktion. Dadurch sollen auch spektrale Datensätze zeitnah in klinisch nutzbare Bilder überführt werden.

Ein universeller „One-Scan“-Ansatz soll zudem die Zahl untersuchungsspezifischer Protokolle reduzieren. Aus den vollständig erfassten Bildinformationen können bei Bedarf automatisiert Ultra-High-Definition-Spektralbilder rekonstruiert werden. Ergänzt wird das Konzept durch die Bedienoberfläche CT ONE sowie durch Automatisierungsfunktionen wie Auto Positioning.

Parallel zur Markteinführung arbeitet GE HealthCare mit mehreren europäischen Universitätskliniken an der weiteren klinischen Evaluation. Am UZ Brussel stehen unter anderem Kardiologie, Onkologie, spektrale Bildgebung und pädiatrische Anwendungen im Fokus. Das Rigshospitalet in Kopenhagen untersucht insbesondere Niedrigdosis-Anwendungen, die Gewebecharakterisierung sowie den Einsatz spektraler Daten bei komplexen Fragestellungen.

GE Healthcare Spectra Nova
Quelle: GE Healthcare
Anbieter

GE Healthcare GmbH

Peter-Müller-Straße 24-26
40468 Düsseldorf
Deutschland

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