Mobiles MRT für schnellere und bessere Erkennung von Schlaganfällen

Das mobile MRT, Hyperfine Swoop, hat eine neue KI-gestützte Software erhalten, die eine verbesserte Darstellung von Schlaganfällen ermöglicht.

Lioness Medtech AB hat die CE-Kennzeichnung der neuen Softwareversion für das mobile MRT-System Hyperfine Swoop® bekanntgegeben. Die verbesserte DWI-Sequenz nutzt einen Ansatz der Bildaufnahme in mehreren Richtungen, ähnlich den in der Hochfeld-MRT eingesetzten Verfahren, und ermöglicht Ärztinnen und Ärzten eine frühere Erkennung kleinerer Schlaganfälle direkt am Krankenbett, ohne dass die Patientinnen und Patienten zu einem festinstallierten MRT-Raum transportiert werden müssen. 

Seit den ersten Prototyp-Scans von Hyperfine im Jahr 2016 hat sich die Bildqualität des Hyperfine Swoop® Systems kontinuierlich verbessert. Lioness Medtech ist seit 2024 Distributor des Hyperfine Swoop® Systems in den nordischen Ländern und hat die Weiterentwicklung von Optive AI™ sowie eine fortlaufende Reihe von Software-, Firmware- und Hardware-Verbesserungen aus erster Hand miterlebt. Optive AI™ wird kontinuierlich weiterentwickelt und liefert im Laufe der Zeit eine zunehmend bessere Bildqualität. Dieser Fortschritt zeigt sich unmittelbar in Scan-Vergleichen über verschiedene Softwareversionen hinweg – von den frühesten Aufnahmen aus dem Jahr 2016 bis hin zur heutigen, von Optive AI™ unterstützten Leistung.

Foto: Mobiles MRT für schnellere und bessere Erkennung von Schlaganfällen...
Hyperfine Swoop
Die Entwicklung der KI-gestützten Bildqualität mobiler MRT
Quelle: Hyperfine
Darstellung des Swoop Bildaufnahmeprozess
Darstellung des Swoop Bildaufnahmeprozess
Quelle: Hyperfine

Die Bildverarbeitung durchläuft eine mehrstufige Pipeline: von der Sequenzaufnahme → Rauschunterdrückung → Bilderzeugung → KI-gestützter Nachbearbeitung und wird mit jeder Softwareversion weiter verfeinert. Auf der Hardwareseite weist Modell 2 laut Hyperfine Inc. Verbesserungen wie ein optimiertes Kopfspulendesign auf, wodurch sich das Signal-Rausch-Verhältnis an der Schädelbasis um 20 % erhöht und der anatomische Bereich erweitert wird, für den Swoop® Bilder in diagnostischer Qualität liefert. 

Wichtig ist, dass die bewährten Standardsequenzen T1, T2, FLAIR und DWI, einschließlich ihrer schnellen Aufnahmevarianten, auf bestehenden Systemen verfügbar bleiben. Das bedeutet, dass bestehende Swoop®-Nutzer weiterhin von den laufenden Software-Verbesserungen der Plattform profitieren. Die Weiterentwicklung der Bildqualität wird auch künftig fortgesetzt, und eine weiter verbesserte Bildqualität ist für die aktuelle Hardware ebenfalls zu erwarten.

Hyperfine Sequences
Verfügbare Sequenzen auf dem Swoop-System V2
Quelle: Hyperfine

Einer der Vorteile des jüngsten Software-Updates ist die fortschrittliche DWI-Sequenz, die durch einen Ansatz der Bildaufnahme in mehreren Richtungen – ähnlich der Hochfeld-MRT – eine verbesserte diagnostische Bildqualität liefert und eine sicherere Identifizierung kleinerer Schlaganfälle unterstützt.*

Die Benutzererfahrung von Swoop® basiert auf einer vertrauten, tabletbasierten Oberfläche. Der gesamte MRT-Scan des Gehirns – von der Einrichtung bis zur Scan-Vorschau – ist leicht zugänglich und kann über ein iPad® gestartet werden, sodass die Bedienenden die Bilder in Echtzeit während der Untersuchung betrachten können. Das System lässt sich sicher in die IT-Infrastruktur des Krankenhauses integrieren und kann Software-Updates per Fernübertragung empfangen, wodurch jedes Swoop-System stets mit den neuesten Verbesserungen der Bildqualität auf dem neuesten Stand bleibt – ohne dass Vor-Ort-Besuche erforderlich sind.

Foto: Mobiles MRT für schnellere und bessere Erkennung von Schlaganfällen...
Foto: Mobiles MRT für schnellere und bessere Erkennung von Schlaganfällen...
Hyperfine Swoop Benutzeroberfläche auf dem iPad
Hyperfine Swoop Benutzeroberfläche auf dem iPad
Quelle: Lioness

Über die reine Bildqualität hinaus spiegelt diese Entwicklung einen umfassenderen Wandel hin zu einer nachhaltigeren und leichter zugänglichen Bildgebung wider. Swoop bleibt deutlich energie- und infrastruktureffizienter als herkömmliche Hochfeld-MRT: Es verbraucht pro Scan rund 97 % weniger Energie, benötigt weder Helium noch eine spezielle Kühlung und läuft an einer gewöhnlichen Steckdose, wodurch es direkt am Krankenbett eingesetzt werden kann, anstatt einen Patiententransport in einen speziellen Raum zu erfordern.

 

Swoop System

Hochfeld-MRT

Energie pro Scan

~675 Wattstunden (97 % weniger)

~19.900 Wattstunden

Magnettyp

Permanentmagnet

Supraleitend

Magnetfeld

0.064T

1.5T

Stromanforderungen

Gewöhnliche Steckdose 120 VAC

480 VAC und Hochleistungselektronik

Magnetkühlung

Keine spezielle Kühlung

Komplexe Tiefkühlung: flüssiges Helium und Kühlpumpen

Gewicht

~635 kg (1400 lbs)

~5990 kg (13200 lbs)

Zugang

Am Krankenbett

Patiententransport erforderlich

Installation

Versand an den Kunden

Umfangreiches Infrastrukturprojekt

Das kürzlich angekündigte Hardware-Modell 2 von Hyperfine baut hierauf auf und bietet verkürzte Scanzeiten für bestehende Sequenzen sowie eine verbesserte Benutzerfreundlichkeit beim Transport und beim Scan. Da Hyperfine weiterhin in Software- und Hardware-Innovationen investiert, wird erwartet, dass sich Swoop® kontinuierlich weiterentwickelt und eine höhere Bildqualität, einen breiteren klinischen Nutzen sowie eine nachhaltigere Bildgebung direkt am Behandlungsort ermöglicht.

*Sorby-Adams A, Guo J, Laso P, et al. Diffusion-weighted imaging–fluid-attenuated inversion recovery mismatch on portable, low-field MRI among acute stroke patients. Ann Neurol. 2024;96(2):321-331. doi:10.1002/ana.26954

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