Philips und Imricor starten kardiales iMR-Lab

Die Lösung kombiniert das bewährte MR-System mit Imricors exklusivem Portfolio an MR-kompatiblen Systemen und Verbrauchsmaterialien für MR-geführte Herzeingriffe und ist die erste kommerziell verfügbare Konfiguration dieser Art.

Warum das relevant ist

Katheterablationen bei Herzrhythmusstörungen stützen sich bislang überwiegend auf die Röntgenfluoroskopie, die nur eine indirekte Weichteildarstellung liefert und Patienten sowie Klinikpersonal ionisierender Strahlung aussetzt. MRT hat die kardiale Diagnostik bereits durch detaillierte Anatomie- und Gewebedarstellung verändert; mit dem neuen iMR-Lab soll dieses Bildgebungsniveau nun erstmals direkt in die Therapiephase überführt werden –strahlungsfrei und mit der Möglichkeit, den Therapieerfolg noch während des Eingriffs zu beurteilen.

Philips und Imricor kardiales iMR-Lab
Quelle: Philips

Technische Komponenten der Lösung

Die erste verfügbare Konfiguration umfasst mehrere aufeinander abgestimmte Systeme:

  • Philips Cardiac MR Suite mit KI-gestützter SmartHeart-Planung und erweiterten kardialen Bildgebungsanwendungen
  • Imricors NorthStar iMR-Mapping- und Navigationssystem für elektroanatomisches Mapping
  • Advantage-MR EP Recorder/Stimulator zur elektrophysiologischen Aufzeichnung und Stimulation
  • Vision-MR-Katheterfamilie für die Elektrophysiologie
  • Philips BlueSeal-Technologie (heliumarmer Betrieb), die die Standortanforderungen reduziert und eine Installation näher an Kardiologie-Abteilungen ermöglicht[

Gemeinsam ermöglichen diese Komponenten Ärzten, die kardiale Anatomie und das Arrhythmie-Substrat zu visualisieren, Katheter aktiv zu verfolgen, elektroanatomisches Mapping durchzuführen sowie Läsionsbildung und Behandlungserfolg während des gesamten Eingriffs zu bewerten.

Einordnung und Verfügbarkeit

Ioannis Panagiotelis, Business Leader Magnetic Resonance bei Philips, betont, dass die Kardiologie erst der Anfang sei und die Plattform künftig auf weitere klinische Bereiche ausgeweitet werden solle. Imricor-CEO Steve Wedan sieht in der Kombination beider Technologien die Verwirklichung der langjährigen gemeinsamen Vision eines echten "iMR-Labs" statt einer reinen diagnostischen MRT-Suite. Die Lösung wird auf dem ESC-Kongress 2026 in München präsentiert und ist in CE-gekennzeichneten Märkten sowie in einigen Konfigurationen in den USA bereits verfügbar; weitere US-Zulassungen für weitere Imricor-Komponenten stehen noch aus.

Anbieter

Philips Healthcare

Röntgenstr. 24
22335 Hamburg
Deutschland

www.philips.de

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