Der Accutron CT-D Vision von MEDTRON ist ein Doppelkopf-Injektor für die präzise dosierte Gabe von Kontrastmittel und Kochsalzlösung in der Computertomographie. Durch die unabhängig steuerbaren Antriebseinheiten lassen sich unterschiedliche, auch mehrphasige Injektionsprotokolle abbilden. Damit ist der Injektor für verschiedene klinische Anwendungen ausgelegt – von der CT-Angiographie bis zur kontrastmittelgestützten Mammographie.
Ein typischer Einsatzbereich ist die kardiale CT-Angiographie. Hier können mehrphasige Protokolle genutzt werden, beispielsweise mit einer Phase aus reinem Kontrastmittel, einer Mischung aus Kontrastmittel und Kochsalzlösung sowie einer abschließenden Kochsalzphase. Ziel ist es, das benötigte Kontrastmittelvolumen zum relevanten Zeitpunkt in den linken Herzkammern und Koronararterien bereitzustellen.
Auch bei anderen CT-angiographischen Untersuchungen können mehrphasige Protokolle dabei unterstützen, die Kontrastmittelgabe an die jeweilige Gefäßdiagnostik anzupassen. Die anschließende Gabe von Kochsalzlösung ermöglicht es unter anderem, die arterielle Kontrastmittelzufuhr weiterzuführen oder das Zeitfenster einer hohen Kontrastmittelanreicherung zu verlängern.

Bei Untersuchungen von Becken und unteren Extremitäten spielt zusätzlich die Positionierung des Injektors eine Rolle. Hier kann das Gerät beispielsweise hinter der CT-Gantry platziert und mit einem venösen Zugang über die oberhalb des Kopfes positionierten Arme verbunden werden. Der netzunabhängige Betrieb über Akkus unterstützt dabei eine flexible Platzierung im Untersuchungsraum.
Ein weiterer wichtiger Anwendungsbereich ist die kontrastmittelgestützte Mammographie (CEM). Der Accutron CT-D Vision ist auch für die intravenöse Kontrastmittelgabe bei dieser Untersuchung vorgesehen. Vor dem eigentlichen Injektionsprotokoll kann über die Pre-Inject-Funktion eine Testinjektion mit Kochsalzlösung durchgeführt werden, um die Durchgängigkeit des venösen Zugangs zu überprüfen. Die anschließende Injektion lässt sich über einen Handtaster starten und direkt an der untersuchten Patientin überwachen.
Über die klinischen Einsatzbereiche hinaus bietet der Injektor Funktionen zur Unterstützung des radiologischen Workflows. Bis zu sechs Injektionsphasen und 80 individuell programmierbare Injektionsprofile ermöglichen die Anpassung an unterschiedliche Untersuchungsabläufe. Die Drucküberwachung erfolgt in Echtzeit; die Flussrate kann bei Bedarf automatisch angepasst werden. Optional lässt sich der Injektor zudem über Injection Data Sharing (IDS) in die RIS-/PACS-Umgebung integrieren. Dabei können Injektionsdaten der jeweiligen Untersuchung zugeordnet und gemeinsam mit den Bild- und Studiendaten dokumentiert werden.










