DeepHealth automatisiert die Befunderstellung mit Reporting Pro

DeepHealth hat die kommerzielle Verfügbarkeit seiner neuen KI-gestützten Reporting-Lösung „Reporting Pro“ bekannt gegeben.

Die Software soll Radiologen bei einem der zeitaufwendigsten Schritte der Befundung unterstützen und Sprach­erkennung, KI-Ergebnisse, Messwerte, strukturierte Befundung und Qualitätssicherung in einer einheitlichen Arbeitsumgebung zusammenführen.

Die Lösung wurde erstmals auf dem RSNA 2025 vorgestellt und ist nun für den breiten Einsatz verfügbar. Ziel ist es, die Erstellung radiologischer Befunde stärker zu automatisieren und den manuellen Dokumentationsaufwand zu reduzieren.

Reporting Pro
Quelle: DeepHealth

Nach Angaben von DeepHealth integriert Reporting Pro klinische KI-Ergebnisse und Messungen sowohl aus eigenen als auch aus Drittanbieter-Lösungen direkt in den Befundungsprozess. Auf Basis dieser Informationen erstellt die generative KI automatisch strukturierte Befundentwürfe und Formulierungsvorschläge für die Impression. Radiologen können die vorgeschlagenen Inhalte überprüfen, anpassen und freigeben.

„Die Radiologie tritt in eine neue Ära ein, in der KI den gesamten diagnostischen Prozess von der Bildanalyse bis zur Befundung unterstützt“, erklärt Madhu Jahagirdar, Business and Product Leader Enterprise Imaging bei DeepHealth. Reporting Pro bringt intelligente Funktionen direkt in den Reporting-Workflow und ermöglicht es Radiologen, sich stärker auf die fachliche Bewertung und weniger auf die Dokumentation zu konzentrieren.

Der Hintergrund der Entwicklung ist die weltweit steigende Nachfrage nach radiologischen Untersuchungen bei gleichzeitig begrenzten personellen Ressourcen. In den USA wird bis 2029 ein Radiologenmangel von rund 15 % erwartet. Für einzelne europäische Länder werden bis 2030 sogar Engpässe von bis zu 40 Prozent prognostiziert. Die Befunderstellung gilt dabei als einer der zeitintensivsten und kognitiv anspruchsvollsten Arbeitsschritte in der Radiologie.

Neben der Integration von KI-Ergebnissen setzt DeepHealth auf eine möglichst einfache Einführung der Software. Bestehende Vorlagen und individuelle Reporting-Präferenzen aus Altsystemen können übernommen werden, sodass Anwender ihre gewohnten Arbeitsweisen beibehalten. Die Lösung soll zudem mit bestehenden PACS- und RIS-Systemen verschiedener Hersteller kompatibel sein.

Innerhalb des RadNet-Netzwerks wird Reporting Pro bereits großflächig eingeführt. Darüber hinaus hat DeepHealth nach eigenen Angaben erste externe Kunden unter Vertrag genommen, deren Installationen im kommenden Quartal produktiv gehen sollen.

Für Dr. Jason Sinner, Radiologe und Medical Director bei RadNet, liegt der größte Vorteil in der Zeitersparnis: Beim Öffnen eines Falls seien strukturierte Befunde, Messwerte und erste Befundentwürfe bereits vorhanden. Dadurch könnten Befundlaufzeiten verkürzt und Ergebnisse schneller an Zuweiser und Patienten übermittelt werden.

Reporting Pro ist derzeit in den USA und Großbritannien verfügbar. Weitere Markteinführungen in Australien, Südafrika sowie in ausgewählten europäischen Ländern sind noch für dieses Jahr geplant. Die Lösung unterstützt sämtliche bildgebenden Modalitäten, darunter Röntgen, Ultraschall, CT, PET/CT und MRT.

Mit Reporting Pro adressiert DeepHealth einen der aktuell wichtigsten Trends in der Radiologie: die Verlagerung von KI-Anwendungen von der reinen Bildanalyse hin zur vollständigen Unterstützung des diagnostischen Workflows. Während viele KI-Lösungen bislang einzelne Befunde oder Auffälligkeiten erkennen, zielen neue Plattformen zunehmend darauf ab, den gesamten Prozess von der Bildakquisition über die Analyse bis zur strukturierten Befunderstellung zu begleiten. Dies könnte insbesondere vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels und der steigenden Untersuchungszahlen an Bedeutung gewinnen.

Anbieter

DeepHealth

Sarphatikade 8
1017 WV Amsterdam
Niederlande

www.deephealth.com

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