Allia Moveo: mobil, kabel-frei und KI-gestützt

Mit Allia Moveo erweitert GE HealthCare seine Allia-Plattform um ein besonders bewegliches C-Bogen-System für die interventionelle Suite.

Foto: Allia Moveo: mobil, kabel-frei und KI-gestützt...

Mit Allia Moveo erweitert GE HealthCare seine Allia-Plattform um ein besonders bewegliches C-Bogen-System für die interventionelle Suite. Statt „mehr vom Gleichen“ setzt der Hersteller auf einen kompakten, kabel-freien Aufbau, eine intuitive Bedienoberfläche und KI-gestützte Bild- und Guidance-Funktionen – mit dem Ziel, komplexe minimalinvasive Eingriffe effizienter und präziser zu machen.

Mobilität als Workflow-Turbo im engen Angio-Setting

Interventionelle Prozeduren werden anspruchsvoller – mehr Nutzer im Raum, mehr Technik, mehr Zeitdruck. Genau hier will Allia Moveo ansetzen: Das System lässt sich schnell in verschiedene Arbeitspositionen bringen und soll sich leichter an räumliche Einschränkungen klassischer Angio-Säle anpassen. GE betont zudem einen leisen Betrieb „auf Gesprächsniveau“ – ein Detail, das im Alltag von Hybrid-OPs und interventionellen Teams durchaus relevant ist.

Erste Installation weltweit in Frankreich

Als erste Klinik weltweit installierte das Hôpital Marie-Lannelongue (Le Plessis-Robinson bei Paris) Allia Moveo – ein Zentrum mit Fokus auf Thorax-, Gefäß- und Herzchirurgie sowie komplexe Aortenpathologien. Dort soll die Plattform insbesondere flexibles Cone-Beam-CT ermöglichen und die Behandlung in Kardiologie und Gefäßmedizin unterstützen. Ergonomische Aspekte stehen ebenfalls im Vordergrund: Ein Wide-Bore-Design und „müheloses Table Panning“ sollen den Zugang zum Patienten erleichtern – auch bei unterschiedlichen Körpergrößen und Gewichtsklassen.

Prof. Stephan Haulon, Gefäßchirurg und Leiter des Aortenzentrums, bezeichnete das System als „Game Changer“ – vor allem wegen der schnellen Positionierung und der Möglichkeit, Cone-Beam-CT-Rekonstruktionen mit CleaRecon DL zu nutzen, einer KI-basierten Rekonstruktion für bessere Bildqualität.

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KI-Tools für 3D-Bildgebung und weniger Artefakte

Allia Moveo ist auf fortgeschrittene 3D-Bildgebung und Guidance ausgelegt. Zu den zentralen Funktionen zählen:

  • CleaRecon DL: KI-gestützte Rekonstruktion, die Streifenartefakte reduzieren soll – etwa durch pulsationsbedingte Effekte in arteriellen Gefäßen.
  • Motion Freeze: Tool zur Kompensation von (v. a. respiratorisch bedingten) Bewegungsartefakten.
  • Metallic Artifact Reduction: Reduktion metallbedingter Artefakte, um verdeckte anatomische Details besser darzustellen.
  • ASSIST Portfolio / Augmented Guidance: Erweiterte klinische Applikationen für komplexe Prozeduren – plus Kompatibilität zu weiteren GE- und Drittanbieter-Systemen.

Unterm Strich zielt das Paket darauf ab, Bildklarheit und Entscheidungs­sicherheit während der Intervention zu erhöhen – bei gleichzeitig flüssigerem Workflow im Team.

Auch in den USA bereits im Einsatz

Nach dem „First-in-World“-Start in Frankreich folgte die erste US-Installation am Baylor St. Luke’s Medical Center(Houston, CommonSpirit). Dort betont man insbesondere Mobilität, Bildklarheit und Workflow-Effizienz als Mehrwert für patientenzentrierte interventionelle Versorgung.

Allia Moveo adressiert einen Trend, der in vielen Häusern spürbar ist: Der Angio-Saal wird zunehmend zur High-Performance-Umgebung für hybride, multimodale und teamintensive Eingriffe. Lösungen, die schnell positionierbar, 3D-stark und KI-gestützt sind, können hier echte Minuten – und damit Sicherheit – gewinnen. Entscheidend wird sein, wie reibungslos sich die Guidance-Tools in bestehende Protokolle, IT-Ökosysteme und den „Reality-Check“ enger Raumkonzepte integrieren lassen.

Anbieter

GE Healthcare GmbH

Peter-Müller-Straße 24-26
40468 Düsseldorf
Deutschland

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