Philips präsentiert Hochleistungs-CT

Rembra legt Fokus auf Geschwindigkeit, Patientenzugang und Effizienz im Hochlastbetrieb

Spektral-CT Rembra
Philips Rembra, ein Computertomograph der nächsten Generation. Der neue CT wurde speziell für die Anforderungen in der Nothilfe und Umgebungen mit sehr hohem Patientenaufkommen entwickelt
Quelle: Philips

Mit der Vorstellung des neuen CT-Systems Rembra auf dem ECR 2026 adressiert Philips gezielt die Anforderungen radiologischer Einrichtungen mit hoher Auslastung. Das System ist für akute und komplexe Versorgungssituationen konzipiert und kombiniert hohe Rekonstruktionsgeschwindigkeit, erweiterte PatientenZugänglichkeit sowie KI-gestützte Workflows, um Diagnostikprozesse zu beschleunigen und gleichzeitig die diagnostische Sicherheit zu unterstützen. 

CT-Workflow unter Druck: Antwort auf steigende Anforderungen

Radiologische Abteilungen stehen weltweit vor wachsenden Herausforderungen durch steigende Patientenzahlen, zunehmende klinische Komplexität und Personalknappheit. Vor diesem Hintergrund wurde Rembra als System entwickelt, das insbesondere in Notfall- und Hochdurchsatz-Umgebungen eingesetzt werden kann. Ziel ist es, die Bildverfügbarkeit nahezu in Echtzeit zu ermöglichen und gleichzeitig konsistente Ergebnisse über unterschiedliche klinische Szenarien hinweg zu gewährleisten. Integrierte KI-basierte Workflows sollen Routineprozesse automatisieren und so zu stabileren Abläufen beitragen. Darüber hinaus ist das System auf eine lange Lebensdauer ausgelegt. Serviceprogramme sollen zudem die Kostenplanung für Betreiber erleichtern. 

Rekonstruktionsgeschwindigkeit als Schlüssel zur Entscheidungsfindung

Ein zentrales Leistungsmerkmal des Systems ist die hohe Rekonstruktionsgeschwindigkeit von bis zu 106 Bildern pro Sekunde. Damit sollen radiologische Teams insbesondere in zeitkritischen Situationen – etwa bei einem Schlaganfall oder bei der Traumaversorgung – schneller auf diagnostische Informationen zugreifen können. Gleichzeitig ist das System für einen Durchsatz von bis zu 270 Untersuchungen pro Tag ausgelegt, was die Effizienz in stark frequentierten Einrichtungen erhöhen soll.

Spectral-CT Rembra
Philips stellte auf dem ECR 2026 in Wien den Rembra CT vor
Quelle: Philips

Erweiterter Zugang: 85 cm Bore für komplexe Patientensituationen

Rembra verfügt über eine Gantry-Öffnung von 85 cm und gehört damit zu den Systemen mit dem größten Bore-Durchmesser in dieser Geräteklasse. Dies erleichtert die Positionierung von Patienten mit besonderen Anforderungen, etwa in der Bariatrie, bei interventionellen Eingriffen oder in der Traumaversorgung. Ergänzend ermöglicht ein erweitertes Field of View eine umfassende anatomische Darstellung in einer einzigen Untersuchung. 

Neue Detektortechnologie für hohe Auflösung und Dosis-Effizienz

Im Zentrum des Systems steht der neue NanoPanel Precise XD-Detektor, der auf hohe Ortsauflösung und zugleich effiziente Dosisnutzung ausgelegt ist. Mit einer inplane Auflösung von bis zu 23 Linienpaaren pro Zentimeter sollen auch feine anatomische Strukturen bis zu einer Größe von 0,25 mm dargestellt werden können. Eine integrierte 2D-Anti-Scatter-Technologie verbessert die Bildqualität, insbesondere bei anspruchsvollen Patientensituationen. 

Strategische Einordnung: Positionierung im Wettbewerb um Hochleistungs-CT

Mit Rembra verfolgt Philips eine klare Strategie, CT-Systeme stärker auf Hochlastszenarien und zeitkritische Diagnostik auszurichten. Neben Geschwindigkeit und Workflow-Integration steht dabei die Verbesserung des Patientenzugangs im Fokus. Parallel dazu unterstreicht das Unternehmen seine Position im Bereich der spektralen CT-Technologie, etwa durch die europäische Premiere des KI-gestützten Spektral-CT-Systems Verida. 

Die Kombination aus hoher Rekonstruktionsleistung, erweiterten Patientenoptionen und KI-gestützter Prozessautomatisierung zeigt, dass die Weiterentwicklung der CT-Technologie zunehmend an klinischen Workflow-Anforderungen ausgerichtet ist. Systeme wie der Rembra adressieren damit nicht nur technische Leistungsparameter, sondern vor allem strukturelle Herausforderungen moderner Radiologie.

Philips Rembra CT – zentrale Spezifikationen

Positionierung:
CT-System für Notfall-, Hochdurchsatz- und komplexe klinische Szenarien
Rekonstruktionsgeschwindigkeit:
bis zu 106 Bilder/s
Untersuchungsdurchsatz:
bis zu 270 Patienten/Tag (bei 16-Stunden-Betrieb)
Gantry-Öffnung:
 85 cm Bore (größte Klasse im Frontline-Segment)
Field of View:
60 cm Standard-FOV / 85 cm Extended-FOV
Detektor:NanoPanel Precise XD mit KI-Integration
Ortsauflösung:
bis zu 23 lp/cm (Darstellung bis ca. 0,25 mm)
Scanlänge:
bis zu 2,3 m
Workflow:
KI-gestützte Automatisierung zur Effizienzsteigerung
Anbieter

Philips Healthcare

Röntgenstr. 24
22335 Hamburg
Deutschland

www.philips.de

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