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Hand aufs Herz

Beschreibung

Vier Verbundpartner arbeiten in einem vom BMBF gef√∂rderten Forschungsprojekt an der¬†automatischen Generierung Ultraschall-basierter Planungsmodelle f√ľr Herzklappenoperationen

3D-Druck ist seit Jahren keine Science-Fiction mehr, sondern wird zunehmend handfester¬†Bestandteil verschiedener Bereiche unseres Alltags. Herzchirurgen beispielsweise sollen sich zuk√ľnftig nicht mehr¬†nur anhand von 2D- und 3D-Bildern auf anstehende Operationen vorbereiten. Im 3D‚ÄďDrucker hergestellte Ultraschallbasierte¬†Herzklappenmodelle des jeweiligen Patienten sollen dem Herzchirurgen helfen, die Anatomie und Pathologie¬†eines Patienten besser zu ‚Äěbegreifen‚Äú.

TOMTEC ist seit Ende 2016¬†Konsortialf√ľhrer dieses BMBF-gef√∂rderten Forschungsprojektes.¬†√Ąrzte sind haptische Menschen. Das wichtigste Werkzeug eines¬†Herzchirurgen sind seine H√§nde und sein Fingerspitzengef√ľhl. Die¬†Untersuchung eines Patienten wird vom Arzt auch immer durch¬†Abtasten unterst√ľtzt. Moderne Ultraschallger√§te erm√∂glichen einen¬†immer besseren und tieferen dreidimensionalen Einblick ins Innere¬†des K√∂rpers. Jetzt sollen √Ąrzten und Chirurgen mittels 3D-Druck¬†auch haptische Kunststoff-Modelle der erkrankten Herzklappe¬†eines Patienten zur Verf√ľgung gestellt werden. Um diese Vision¬†wahr zu machen, arbeiten seit Ende 2016 in einer dreij√§hrigen¬†Projektlaufzeit vier Partner mit unterschiedlichen Expertisen¬†zusammen: Tomtec¬†Imaging¬†Systems, die Technische¬†Universit√§t M√ľnchen (Lehrstuhl f√ľr Mikrotechnik und¬†Medizinger√§tetechnik¬† und die Arbeitsgruppe Kardiovaskul√§re¬†Bildgebung), die Ludwig-Maximilian Universit√§t M√ľnchen¬†(Herzchirurgie) und die Firma Arburg ¬†als assoziierter Partner (BMBF F√∂rderkennzeichen 13GW0115A).

Erstmals sollen Planungsmodelle und Chirurgie-Schablonen f√ľr Herzklappen-¬†Operationen durch Kombination innovativer Software und geeigneter 3DDrucker¬†zeitnah hergestellt werden k√∂nnen. TOMTEC √ľbernimmt dabei die¬†Aufgabe, Algorithmen zur Segmentierung der Herzklappen in den 3DUltraschallbildern¬†zu entwickeln, sowie die notwendigen Daten f√ľr den 3DDrucker¬†zu generieren. Durch den Einsatz dieser neuen Technologie erwarten¬†sich die beteiligten Kliniker und Firmen eine effektivere Planung und¬†Durchf√ľhrung der Operation, bessere Therapierergebnisse und auch¬†Kosteneinsparungen f√ľr die Klinik. Der Patient profitiert vor Allem von¬†verringerten Komplikationen durch die intensivere Vorbereitung des Chirurgen¬†auf den Eingriff.

Prof. Dr. Ralf Sodian, Herzchirurgie der LMU M√ľnchen und Chefarzt der Klinik f√ľr¬†Herz- ,Thorax- und Gef√§√üchirurgie am MediClin Herzzentrum Lahr/Baden, hebt¬†den Einfluss des Forschungsprojektes auf die zuk√ľnftige Arbeit von Kardiologen¬†hervor: ‚ÄěDer plastische 3D-Druck der Herzklappe hat etwas Magisches – ich¬†schaue damit quasi in die Zukunft, indem ich die individuelle Herzklappe meines¬†Patienten schon in der Hand halte, bevor ich¬† mit der Operation beginne. Dieses¬†Planungsmodell hilft mir sehr dabei, mich schon im Vorfeld auf Besonderheiten¬†einzustellen und erspart dem Patienten gegebenenfalls die ein oder andere Minute auf dem OP-Tisch.‚Äú

 

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